Blog von Wolfgang & Petra

6.10.2019

Herbstfest beim Händler

Filed under: Allgemein — Wolfgang @ 22:22

Tach auch,

also nun geht es doch tatsächlich etwas drunter und drüber. Die Texel Geschichten sind noch nicht alle reingetippert, da kommt schon plötzlich und unerwartet das nächste Thema um die Ecke gehopst.

Da hatte doch ein Caravan Händler in Kamen am 4. – 6. Oktober sein Herbstfest. Da dieser auch Händler von der Marke Etrusco ist, wollten wir da mal hin. Etrusco hatten wir mal so grob ins Auge gefasst, wenn wir denn mal etwas mehr Zeit hätten, damit das Land zu erkunden. Sah vor Ort auch alles klasse aus, hätten wir auch schon direkt einen mitnehmen können. Da es an der Ausstattung jedoch noch bisken was zu mäkeln gab, würde es Sinn machen, so der Verkäufer, dass wir einen ggf. erst im Februar bestellen. Dann wäre ne Messe in Essen und da gibt es bekanntermaßen immer auch Messerabatt.

Mit einer Bratwurst in der Hand sind wir also noch über den Hof geschlendert, auf dem gefühlt mehr als 30 Pössel Fahrzeuge herum standen. Diese Kastenfahrzeuge haben wir uns in der Vergangenheit auch schon angesehen gehabt, aber irgendwie passen sie nicht für uns.

Hier jedoch, vor Ort, standen wir nun in einem Fahrzeug, dass uns veranlasste uns von unserem Teilintegrierten Traum zu verabschieden. Es ist der Roadcruiser Revolution, der uns umgestimmt hat. Ein elektrisch in der Höhe verstellbares Bett, das immer aufgebaut bleibt, sorgt für genügend Stauraum für die Reise zwischendurch.

Und mit diesen neuen Aussichten sind wir dann wieder nach Hause – Petra hat ja noch ordentlich was Nachzuarbeiten für den kommenden Markt in Bad Homburg.

20.3.2013

Dänemark

Filed under: Allgemein — Wolle @ 21:33

Hier sind schon einmal Bilder des Aufenthaltes in Dänemark.


Trennung nach den ersten 3 Bildern?

Ende der Anzeige

Test ob jetzt auch Bilder in den Post eingearbeitet werden können.

Brauchen wir nächsten Monat, wenn’s nach London geht 🙂

18.6.2008

Das letzte Stück

Filed under: Allgemein — Wolle @ 23:42

Heut sind wir mal wieder bei strahlend blauem Himmel aufgewacht. Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir uns dann von Edda&Alex verabschiedet und ab ging es Richtung Norden, die letzten knapp 240 KM bis nach Unna.

Klar wollten wir auch hier nur das erste Stück Bahn fahren, aber dann wurde der Drang, nach Hause zu kommen immer größer und gegen 14:30 Uhr waren wir schon zurück. Jetzt heißt es erstmal alles auspacken und die Waschmaschine wiederbeleben…vom Bügeleisen ganz zu schweigen.

Glücklicherweise erwartet uns die Arbeit erst am Montag wieder. So können wir uns ganz langsam wieder an den Alltag gewöhnen.

17.6.2008

Ab zu Edda&Alex

Filed under: Allgemein — Wolle @ 23:19

Heut Morgen dann das letzte Frühstück bei Hilperts. Draussen sieht es grau aus und die Strassen funkeln uns nass entgegen. Da es laut Wetterbericht ab Stuttgart besser werden soll, haben wir uns entschlossen, zunächst die Dosenbahen zu nehmen. Bei den schönen Schwarzwaldstrassen zwar schade, aber nass und voll aufgerödelt macht das dann doch keinen Spass.

Da nichts so sicher wie der Wetterbericht ist, sind wir die A5 noch bis hinter Heidelberg gefahren und haben die Bahn bei Weinheim verlassen. Auf der B38 ging es dann unserem Ziel Neu-Isenburg entgegen. Dort können wir kostengünstig bei Edda&Alex unsere letzte Urlaubsnacht verbringen.

Wie das Navi uns ans Ziel gebracht hat, ist uns völlig schleierhaft. Strassen, die wahrscheinlich nur in irgendwelchen Wanderkarten auftauchen haben wir erkundet und mehr als einmal haben sowohl Margitta als auch ich gedacht, dass gibt nie was. Selbst 6 Kilometer vor dem Ziel (laut Navi) haben wir noch nicht ein Schild mit Hinweis auf Neu-Isenburg gesehen. Und doch sind wir dann endlich gegen 17:30 Uhr zielgenau angekommen. Da es ein Wohngebiet mit Sackgasse ist, hab ich uns erstmal zünftig mit der Hupe (Stebel mit 136DBa) angekündigt…was mir prompt den erhobenen Zeigefinger von Alex einbrachte…hihi…

Erstmal ab in die Küche, nen Bier aufgemacht und eine geschmökelt. Auch der Magen bekam ordentlich was zu tun und die weitere Unterhaltung fand dann im Wohnzimmer statt, da heut Abend ja Jogi Löw auf die Tribüne geschickt werden sollte – wer will das schon verpassen:)

Wir haben uns sauwohl gefühlt! Ganz vielen, lieben Dank für die Gastfreundschaft!

16.6.2008

Nass gemacht – so ein Rheinfall

Filed under: Allgemein — Wolle @ 20:50

Heut fing der Tag so an, wie eigentlich kein Urlaubstag anfangen sollte. Mit der Frage: Was tun wir heute? Hintergrund ist, dass im Wetter des Morgenmagazins von dauerhaftem Regen im südwesten Deutschlands gesprochen wurde. Also doch lieber mit dem Zug (kostenlos!) nach Freiburg reinfahren und nen regnerischen Stadtbummel machen? Doch unser Wirt meinte nur, dass es wirklich nur vereunzelt regnen soll. Also haben wir uns den Rheinfall vorgenommen. Da es schon den ganzen Morgen am Tröpfeln war, noch die lange Unterhose drunter- und das Regenzeuch drübergezogen. Gibt ne super Bewegungsfreiheit! Das Michelin-Männchen ist dünn dagegen.
Das Falk Navi N200 noch davon überzeugt, dass wir gern abgelegene Strassen fahren wollen und los geht’s. Wir fahren und fahren und ich warte auf den Regen und dass es kälter wird…ich schwitze!
Endlich in Schaffhausen angekommen – raus aus den Klamotten. Natürlich hat es auf der Fahrt (außer einigen Tropfen) nicht geregnet – wie immer, wenn man vorbereitet ist.
Zum Rheinfall selbst – gibt es nicht viel zu sagen. Die Wucht und Gewalt, mit der das Wasser dort zu erleben ist, kann man nicht beschreiben und auch Fotos sind dazu nicht in der Lage. Also am Besten mal selber hinfahren.
So – und nun muß ich Schluß machen, denn Deutschland spielt gegen die Alpengaddhafis.
:-))

15.6.2008

Im Schwazwald unterwegs

Filed under: Allgemein — Margitta @ 22:03

So, heute ist mal wieder Bewegen angesagt und die Mopeds nur für den kurzen Transfer zur Wutagschlucht benutzt. Es ist kalt.Gegen Kälte kann man sich schließlich schützen, gegen Hitze nicht, wollen uns mal nicht beschweren.
Wir erhaschen einen kurzen Blick auf zwei junge Füchse, die die Straße überqueren.
Wieso erwischen wir eigentlich immer diese Kälteperioden? Im September in den Dolomiten 10 Grad, und jetzt nennt sich das Ganze Mitte Juni „Schafskälte“. Zum Glück ist es trocken. Wir packen das Wanderequipment ein, parken die Maschinen an der Schattenwaldhütte und fahren mit dem Wanderbus zur Wutachhütte. Von dort starten wir zur Wanderung durch die Wuttachschlucht, Gesamtlänge 12,5 km. Es geht leicht rauf und runter auf glitschigen, mit Steinen durchsetzten Wanderwegen.
Ein sehr schönes Stück Natur am Fluss entlang, aber nicht mit einer Höhenwanderung zu vergleichen. Wir beobachten zwei dicke Gehäuseschnecken offensichtlich mitten auf dem WEg bei der PAARUNG. Das muss ich mal in Google eingeben: Wie vermehren sich eigentlich Gehäuseschnecken?

Stellenweise geht es über 2 Km nur einfach strack geradeaus, Wolfgang findet das wie als „rumdaddeln“
Nichtsdestotrotz, nach 5 Stunden kommen wir ausgehungert, nass geregnet und mit schmerzenden Hüften an der Schattenwaldhütte an. Wir hatten nämlich nichts zu essen mitgenommen. Seit dem Frühstück waren nun schon 9 Stunden vergangen. Wir bestellen uns was auf Kartoffelbasis: Wolfgang Bratkartoffeln mit Speck und ich ein Riesenrösti mit Spiegelei und Leberkäse.
Eine warme Mahlzet kann so schön sein!
Danach zurück in unsere Unterkunft in Löffingen Dittishausen, in die zünftige Dorfkneipe mit familiären Charakter.
Die warme Dusche ist die zweite Wohltat an diesem Tag und vor allem, die Heizung ist eingeschaltet!
Man kann doch mit so wenig schon glücklichs sein.

14.6.2008

Goodby Frankreich

Filed under: Allgemein — Wolle @ 22:07

Heute haben wir für 8.90 Euro das Frühstück dazugenommen. Bis 10 Uhr sollte es sein und wir kamen gegen 9:30 Uhr. Es lagen nur noch Brötchen dort, kaum Aufschnitt und auch nur noch eine Tasse für Kaffe. Also auf bestem Englisch versucht klar zu machen, dass wir doch noch etwas mehr für unsere 8 Euro 90 haben wollten. War auch soweit kein Problem…nur mußten wir wirklich hinter jedem Teil her sein. War aber dann egal – Deutschand, wir kommen.
Von Beau le Beaume aus über Land nach Mühlhausen. Um die Mittagszeit stießen wir wie zufällig auf einen MacD. Dort mußten wir uns erstmal aufwärmen. Trotz mehrlagiger Ausstattung war uns gehörig kalt geworden. Der Kaffee und die Pommes entschädigen aber dafür. Man wird ja genügsam. Hinter der Grenze auf der A5 direkt wieder ne Pause gemacht. Nu ist alles wieder vertraut und wir brauchen auch nicht mehr radebrechen, wenn wir etwas fragen müssen
A5 Ausfahrt Neuenburg Richtung Schwarzwald, so geht es nun weiter. Zwischendurch mußte die Kaffeekanne und der Gaskocher nochmals herhalten, bevor wir in Dittishausen ankommen und in der Pension Hilpert einkehren, wo wir nun 3 Tage bleiben. Es ist eine Moppedfreundliche Pension, die mit dem Tourenfahrer zusammenarbeitet – daher auch Garagen für unsere Moppeds.
Am Abend dann mal wieder ein richtiges Essen und für Margita ein Weizen. Alles wird gut!
Morgen werden wir mal ne Wanderpause einlegen – aber davon später mehr.
Nu geht’s erstmal ab in die Heia.
Gut’s Nächtle!

13.6.2008

Noch höher in den Norden

Filed under: Allgemein — Margitta @ 20:05

Heute war es furchtbar kalt. Ich musste mir sogar meine Sturmhaube und die lange Unterhose anziehen, zusätzlich die Wollsocken.Das Fahren machte keinen Spaß, war nur Arbeit, und wieder Rollsplitt vom allerfeinsten, in ganzen HAUFEN lagen die Kiesel rum! Zum Glück waren es keine Serpentinen, sondern es ging fast immer geradeaus. Häufig habe ich mich dabei erwischt, dass ich unkonzentriert fuhr, vor Kurven zusammen schreckte und Autofahrer vergällte, weil ich zu langsam war. Zum Glück hat es nicht geregnet.
Irgendwann am Nachmittag trafen wir auch auf McDonald. Dort konnten wir uns aufwärmen, ich meine Zwiebelschicht auffüllen auf der Behindertentoilette. Der BigmAC ist ja weltweit in der Qualität und Herstellung standardisiert und ließ keine Kritik aufkommen, der Kaffee und die Fritten ohnehin nicht.

Am liebsten hätte ich heute den Tag mit Rumgammeln verbracht, lesen, spazierengehen, Mittagsschläfchen. Wir mussten aber Strecke hinter uns bringen. Und sind trotzdem gut vorwärts gekommen – bis kurz vor Montpeliard, südlich von Belfort. Bisher sind wir 2000 km gefahren.
Die Unterkunft im Schwarzwald ist gebucht, drei TAge bleiben wir dort und hoffen auf schönes, oder zumindest trockenes Wetter. Zum Abschluss werden wir uns bei Alex und Edda in Neu-Isenburg einquartieren, da kriegen wir dann eine ÜBERNACHTUNG auf lau.

Jetzt sitzen wir warm im Hotel ohne Spinnweben an den Decken und haben sogar gratis Internetzugang.
Wie haben wir hierhin gefunden?
In einem kleinen Vorort von Montpeliard sprach ich einen ziemlich jungen Franzosen an, der sogar Englisch konnte und zufälligerweise in diesem Hotel, in dem wir jetzt sitzen, arbeitet. Wenn das kein Glück ist! Die Verständigung war wirklich göttlich, englisch-französisch, die fanzösischen Vokabeln habe ich dann wieder Wolfgang übersetzt.
Unsere Erfahrungen mit den Franzosen sind alle samt positiv: Sicher sprechen sie kein Deutsch, aber wir sprechen ja meistens auch kein Niederländisch, obwohl es ein direktes Nachbar- und Urlaubsland ist. Wenn Englisch nicht auf deren Stundenplan stand, kann man es doch den Franzosen nicht ankreiden, dafür kann ich kein Spanisch und Italienisch.
Und alle waren sehr geduldig mit meinem Schulfranzösisch! Nein, ich finde, Frankreich ist ein tolles Land, auch Italien, immer wieder dorthin.

12.6.2008

Weiter nach Norden

Filed under: Allgemein — Wolle @ 23:16

Heut wissen wir auch, dass wir gestern in St. Michel übernachtet haben…janee, is klar.
Also – bevor wir losfahren, muß ich noch in den Baumarkt neben an, um Spezialklebstoff zu kaufen. An Margittas Stiefeln löst sich der Klettverschluß. Und Klebeband braucht ich auch noch, da die Wanderstöcke in meiner Packrolle ein dickes Loch gerissen haben. Und während wir noch überlegen, ob wir direkt mit Regenklamotten losfahren sollen oder nicht wird es so warm, dass wir beschließen, zunächst nur in Leder zu fahren. Gute Entscheidung!
Von St. Michel fahren wir fast 30 KM auf gut ausgebauter Schnellstrasse (N6) bis La Chambre. Dort wechseln wir auf eine kleine Nebenstrasse, die uns über den Pass Col de la Madleine führt. Kalt war’s. Selbst ich mach meine Heizgriffe an. Und das, was vom Tal wie Wolken aussieht, entpuppt sich, wenn man es von innen betrachtet, als Nebel. Und zwar gaaanz fieser Nebel. Kaum 20 Meter von jetzt auf gleich. Und kaum 5 Minuten später – schwupps – scheint wieder die Sonne. Kaum zu glauben, wenn man es nicht selbst erlebt hat.
Auf diesem Streckenabschnitt gibt es sehr viele Baustellen, um die Strassen auszubessern. scheinbar alles Vorbereitunen für die kommende Saison. Das ist überhaupt son Ding: Wir sind bestimmt durch ein halbes Dutzend Geisterdörfer gefahren. Überall schon Werbeschilder für Abfahrten, Skipässe und all son Zeug, was im Winterurlaub wichtig scheint. Ansonsten alles tote Hose. Hotels geschlossen. Bars zu. Ferienwohnungen mit Brettern verrammelt. Und auf den Bergen und Hügeln ein Skilift after dem anderen.
Am Ende der Passstrasse legen wir ein kurzes Picknick ein. Also Gaskocher raus, Espressokanne gefüllt und warten bis es brutzelt. Plötzlich hören wir ein komisches Knattern. Scheint ein altes Mopped zu sein. War es aber nicht. Statt dessen taucht ein Dreirad auf – ein Lomax 223. Eingeweihte wissen, dass 223 für 2 Zylinder, 2 Sitzplätze und 3 Räder steht. Drinn sitzt ein englisches Paar – ein echtes Original. Sie wollten nur mal wissen wo wir her kommen und wo es weitergehen soll. Sie selbst sind seit mitte Mai unterwegs, wolllen noch durch die Schweiz und in den Schwarzwald. Ne E-Mail Adresse hat er nicht. Dafür wär er zu alt. Auf meinen Einwand, dass gerade dann, wenn er solche Reisen unternimmt (zurück geht es erst mitte Juli), es doch interessant wäre, so etwas auch anderen zugänglich zu machen, meinte er, er schreibt Artikel über seine Reisen. Damit finanziert er dann wieder die nächste Reise. Wie gesagt, das war schon echt uhrig. Ach ja, ein Dach hat der ‚Wagen‘ nicht. Nur wenn er schläft. Also der Wagen. Ein Bild gibt es unter http://www.wolfgangkoerber.de/index.php?id=101
Auf der N90 angekommen fahren wir weiter Richtung Albertville. Ein Ort, der mir gefällt, da sofort alles für Annecy ausgeschildert ist. Die Strasse führt am zugehörigen See vorbei. Dort haben wir eine ausgiebige Pause eingelegt. Vom gegenüberliegenden Berg starten regelmäßig Drachenflieger – ein schöner Anblick, aber nix für mich. Die Wassertemperatur schien zumindest an der Hand nicht so niedrig zu sein, also bin ich mal kurz rein ins Wasser. Der den Männern eigene Temperaturfühler war allerdings ganz anderer Ansicht… Also war es nur ein kurzer Aufenthalt im Wasser:)
Tja – und dann mußten wir doch gehörig suchen, bis wir die auf der Karte gut sichtbare N508 Richtung Bellegarde finden. In Bellegarde haben wir uns dann total verfranst. Wir sind zwar eine echt schöne Moppedstrecke gefahren, wissen aber nicht, wo die denn war…ein freundlciher Franzose, der gut englisch sprach, hat uns dann den Weg nach Nantua beschrieben.
Und, wär hätt’s gedacht, wir sind sogar dort angekommen. Im Ort dann ist ein großes Hotel ausgeschrieben. Wir also nicht’s wie hin. Allerdings sind die Schilder wohl schon etwas älter, denn aus dem Hotel ist ein Zentrum für ??? geworden. Aber man konnte uns sagen, dass unten am See ein gutes Hotel ist.
Da sind wir nun, rauchen wieder heimlich auf dem Zimmer und haben die Sonne am Abend genossen. Nun hat es zwar wieder mal angefangen zu regnen, doch jetzt ist es ja egal. 2 Sterne verwöhnen uns! Man gönnt sich ja sonst nichts…
Es ist jetzt schon 23:15 Uhr und ich habe keine Lust mehr zu schreiben.
Also schlaft schön – wir tun es auch:-))

11.6.2008

Sonne und blauer HIMMEL in Jausiers – ENDLICH!

Filed under: Allgemein — Margitta @ 21:45

So, und nun geht es endlich in die Routes des grandes Alpes! Trockene Straßen, voller Tank und gestern abend sogar eine warme

Mahlzeit, nach zwei Tagen super. Im Hintergrund lief ein JAMES BOND auf französisch, der mit Grace Jones, wie hieß er noch?
Das Essen wurde von der resoluten Köchin serviert, in 4 Gängen. Bohnensuppe, Salat, Fleischeintopf mit Gemüse und dazu Salat,

Käseplatte, zum Abschluss Früchte. Die verschiedenen Gänge wurden einfach von Tisch zu Tisch weitergereicht. Ehrlich, echt

klasse.
Die Kulisse der Alpen ist traumhaft, inzwischen wurden es auch mehr Motorräder. Die Siedlungen sind aber alle irgendwie

Geisterstädte, wir sind zu früh dran, hier ist eher Wintersport angesagt. Leben kommt erst mit der Tour de France ins Spiel,

die geht hier durch, und wir sehen es auch an den Straßenbeschriftungen. Am 21.07. läuft die Tour durch Jausiers, das wollen

wir mal nicht verpassen.
Da stellt sich mir die Frage, warum eigentlich keine Frauen an der Tour de France teilnehmen? Müssten die so viele männliche

Hormone zum Dopen nehmen, dass sie danach wie Männer aussehen? Komisch, oder?
Jedenfalls bin ich froh, dass wir die Motorräder haben und nicht trampeln müsssen.
Es wird doch merklich kühler in der Höhe. Wir schaffen es bis Briancon, dort bekommen wir zünftigen Salat zu Mittag und zwei

Café au lait. Ich übe mein Schulfranzösisch, bestellen kann ich fließend.
Richtung Grenoblé, es fängt an zu regnen, wir ziehen wieder die Regenkluft an. Die Alpen verändern sich, die Gegend wird

irgendwie unheimlich und karg. Sind es die hohen Altschneewände? Der eisige und kräftige Wind? Die fehlenden Leitplanken an

der rechten SEite, die einen ungehinderten Blick in die Tiefe genehmigen? Kann der Wind so stark werden, dass er meine Lady

von der straße weht?
Wir treffen auf einen Franzosen, der ein Foto von uns beiden anfertigt, er erzählt in gebrochenem Deutsch, dass er gerade Ski

gefahren ist?! Ups.
Da hält ein Peugeot und lädt ebenfalls Ski aus, er fährt mit Shorts. Nun, das muss man als Sommerurlauber nicht verstehen.

Irgendwann bin ich froh, dass wir St. Michel erreichen. Vorher gibt es noch richtig stress mit Rollsplitt – bergab, die

schönsten Kehren und Wolfgang und ich langsam wie Enten. Ab und zu rutscht mein Hinterrad weg, genau in einer engen

Rechtskurve. Ich quieke in meine Helm, irgendwie fängt es sich wieder, weil ich weder bremse noch Gas gebe, sondern einfach

gottergeben die Kupplung ziehe und die Maschine rollen lassen. Blöderweise denke ich noch an die Autofahrer hinter mir, dass

ich die so aufhalte. Als wenn ich keine anderen Sorgen hätte.
Dann landen wir endlich im Tal und in der Ortschaft, in der wir jetzt ein Hotel suchen müssen. Es ist 18.00 Uhr. Das Hotel

ist eine echte Absteige, das in Renovierung begriffen, einen freundlichen und hilfsbereiten Wirt hat, der uns sogar eine

Abstellmöglichkeit für die Maschinen im Hof anbietet, meine LADY sogar in der werkstatt von ihm. Beim Absteigen schmeiße ich

seinen Schraubenkasten um. Zum Glück bleiben alle Schrauben am Platz, ich fluche erst auf Deutsch: „Scheiße“. Weil wir in

Frankreich sind, auch auf französoisch.“Merde!“ uND ENTSCHULDIGE MICH: „Pardonnez moi!“
Er ist sehr verständnisvoll, ich habe ja nix kaputt gemacht. Denkt Wolfgang auch.
Die Übernachtung hier soll 30 Euro kosten, für beide. Das wäre echt bisher das günstigste.
Noch in den Supermarkt, das wichtigste einkaufen und die Route für morgen überlegen. Rechts oder links? Zum Mont Blanc oder

nach Chamberry?
Wir entscheiden uns gegen die Schweiz, weil die noch immer keinen Euro haben und bleiben in Frankreich.

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